Xin chào! Hier werde ich nun gelegentlich von meiner aktuellen Tour durch Vietnam berichten. Wie immer geht es um Naturfotografie und die schwierige, meist nicht von Erfolg gekrönte Suche nach seltenen wilden Katzen. Die erste Tour in ein für mich neues Land dient immer dem ausloten der Möglichkeiten und der Suche nach erfolgversprechenden Locations, die ich dann auf einer weiteren Reise nutze um zum Erfolg zu kommen.

Ausgangspunkt der Tour ist Saigon, welches man im Direktflug von Frankfurt in etwa 11 Stunden erreichen kann. Eine quirlige Stadt die scheinbar nie schläft. Es war unmöglich das Gewusel in den ersten beiden Tagen zu verstehen. Man benötigt z.B. einen Bus und schon steht man als “Neuling” vor dem ersten kleinen Problem. Die Haltestellen kann man zwar mit etwas Glück ausmachen, aber man fragt sich sogleichwann kommt denn nun der Bus?” Den Luxus eines aushängenden Fahrplans wie wir Europäer ihn gewohnt sind, nein, den gibt es hier so nicht. Und hat man einen der teilweise doch etwas in die Jahre gekommenen Busse erwischt, geht es sogleich in ein meist etwas längeres Abenteuer in den Stadtverkehr. Regeln scheinen nicht wirklich zu existieren. Hier gilt, jeder fährt wie und wo er will, aber alle passen irgendwie auf die anderen auf. Gerade als Fußgänger scheint mir Saigon nicht ganz ungefährlich zu sein, man muss seine Augen überall haben um die von allen Seiten herannahenden Motorroller zu erfassen. Das Überqueren einer größeren Straße zu den Stoßzeiten gleicht einer Mutprobe. Ach ja, Ampeln gibt es natürlich hier und da auch, nur sind die den Abertausenden Rollerfahrern herzlich egal. Die Luft in der Stadt ist übrigens so schlecht, das sich viele nur mit Schutzmaske nach draußen begeben.


In den wenigen ersten Tagen die mir in Saigon zur Verfügung standen, habe ich mich entschieden nur einige wenige Highlights anzuschauen. Dazu gehörte auch das Wasserpuppen-Theater “Múa Rối Nước“. Einfach nur großartig was die Studenten und Künstler dort vorführen.


Weitere Informationen findet man auch auf Wikipedia

Auch der Ben Thanh Market ist einen Besuch wert. Hier gibt es nahezu alles was man benötigt, wildes Gewusel und schlechte Luft inklusive. Wer sich in Vietnam nicht sicher ist ob er etwas kaufen möchte, sollte seinen Einkaufsbummel übrigens besser nicht am frühen Morgen beginnen, kann es doch passieren das man der erste Kunde in einem Laden ist und wenn dieser nichts einkauft bedeutet das für den Besitzer Unglück.

Den berühmten Briefschreiber Duong Van Ngo findet man im Hauptpostamt. Der über 80 Jahre alte Herr schreibt seit Jahrzehnten Briefe für seine Kundschaft. Jetzt tritt er ein wenig kürzer und ist nicht mehr so oft an seinem Arbeitsplatz zu finden, aber an den längst verdienten Ruhestand denkt er offenbar noch nicht. Leider war er bei meinem ersten Besuch nicht anwesend, aber ich werde ihn sicher noch treffen und die Fotos hier posten

Auch eine kleine Fahrt mit der Fähre über den Saigon kann ganz interessant sein, um die wachsende Skyline der Stadt anzuschauen. 

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