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Gerade wenn man Naturfotografie betreibt und somit meist sehr schnell auf Ereignisse reagieren muss, kämpft man oft mit schlecht durchdachter Firmware der eigenen Kamera. Seit Jahren nutze ich die Spitzenmodelle aus der 1D Familie der Firma Canon, weil sie mich in Punkto Robustheit und Zuverlässigkeit einfach überzeugt haben und wie jeder Fotograf erwarte ich bei den extrem hohen Preisen für den Body ein perfektes Werkzeug. Auf meiner letzten Tour in den Himalaja hatte ich diesbezüglich so manchen Aufreger und ich möchte nicht versäumen einige hier zu erzählen. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen bei seiner Kaufentscheidung.

Eigentlich ist die EOS 1DX MKII das perfekte Werkzeug für diese raue und extreme Umgebung und sie hat mich auch noch nie im Stich gelassen. Aber würde ich die Flüche, die ich auf über 4000 Metern im Nirgendwo bei -20° von mir gegeben habe weil mir elementarste Funktionen fehlten hier niederschreiben, würde ich vermutlich auf irgendeinem Index landen.

Hier nun die Hitliste meiner "Aufreger"

  • Das Laden einer auf der Speicherkarte abgespeicherten Konfiguration dauert mehrere Sekunden !
    Canon baut eine Highspeed Kamera die 14 Bilder pro Sekunde und 4K Videos mit 50FPs erstellen kann und dann muss ich wertvolle elend lange Sekunden warten, in denen mir z.B. mein Motiv weg läuft oder fliegt, um ein mühsam erstelltes Setup zu laden ? Als jemand der seit vielen Jahren beruflich und privat aktiv Hard- und Softwareentwicklung betreibt, fehlen mir da einigermaßen die Worte. Das kann man in Sekundenbruchteilen erledigen, es sei denn die Hard- und Software wurde schlecht designed. Natürlich kann man alle Einstellungen manuell vornehmen, aber bei den immer komplexer werdenden Konfigurationsmöglichkeiten und Menütiefen beansprucht dies weit aus mehr Zeit als man eigentlich "on Location" hat. Derartige Funktionen sind also mehr als nur Spielerei, allerdings nur wenn sie auch gut gemacht sind und dies ist hier eindeutig nicht der Fall. Die wenigen Custom-Setups speichern übrigens unverständlicherweise auch NICHT die kompletten Einstellungen der Kamera.
  • Kein kopieren der Setups zwischen den Speicherkarten möglich
    Nun soll es ja vorkommen, dass man eine Speicherkarte tatsächlich komplett mit Fotos und Filmen füllt und diese entsprechend austauschen muss. Das man damit auch die gespeicherten Setup Dateien die ja auf der Karte gespeichert sind mit entnimmt dürfte klar sein. Nun hat man eine neue Speicherkarte aber eben ohne seine Setups, aber Halt ! man hat ja seine Setups noch auf der zweiten Karte der CFast gespeichert. Man könnte ja denken, dass man einfach das Setup von der CFast Karte laden und es auf der neuen CF-Karte speichern könnte. Das ist auch möglich, dummerweise wird aber auch die ausgewählte "Hautpspeicherkarte" für Foto und Film mit gespeichert. Wenn man sein Setup auf der CFast Karte speichern möchte und nach dem laden dieses Setups auch die CFast Karte als Hauptkarte ausgewählt sein soll, weil es sich z.B. um eine Setup für das Filmen in 4K/50FPs handelt (und das geht eben nur mit der CFast Karte !), muss man dies so konfigurieren. Es ist also NICHT möglich auf der Compactflash Karte ein Setup zu speichern welches als Hauptspeicherkarte die CFast Karte ausgewählt hat, die Konfiguration wird immer auf die Karte gespeichert die als Hauptkarte ausgewählt ist ! Damit zerstört man ein schnelles Umschalten zwischen Film und Foto ! Ich nutze z.B. die Compactflash-Karte ausschließlich zum fotografieren und die CFast Karte ausschließlich zum filmen, ein umschalten zwischen beiden Modi per gespeichertem Setup ist nicht möglich (es sei denn man kopiert diese umständlich erst auf einen PC), man muss nach dem laden der Konfig. von der Compactflash-Karte nochmal manuell zeitraubend eingreifen und CFast als Speicherort für das Filmen konfigurieren, sonst wird es ein sehr kurzer Film…
  • Movie Konfiguration nur sichtbar wenn die Kamera auch im Movie Mode ist
    Ein weiteres mir komplett unverständliches Ärgernis ! Will man Konfigurationen für das Filmen mit der Kamera vornehmen, so muss man die Kamera in den stromfressenden Moviemode bringen. D.h. der Spiegel wird hochgeklappt, der Sensor permanent ausgelesen und auf dem LCD Screen angezeigt. Ein vollkommen überflüssiger Unsinn, der nichts, so rein gar nichts bringt, außer das er den Akku entleert und das ist vor allem an kalten Orten sehr sehr ärgerlich !
  • Nicht möglich eine Speicherkarte für das Fotografieren und die zweite für das Filmen vorab zu konfigurieren.
    Ja warum ist das eigentlich nicht möglich ? Eine für mich elementare Funktion die man einfach weggelassen hat. Da wird der Canon Vertreter nun konstatieren, dass die Kamera in erster Linie ein Foto und keine Filmkamera ist. Man bewirbt ein Kamera mit großartigen Foto UND Film Features und verkrüppelt dann einen Teil derart, dass er kaum sinnvoll nutzbar ist. Und die Canon Chefetage glaubt nicht im Ernst, das ein Fotograf der auch filmt sich für viele tausend Euro eine EOS 1DX MKII kauft um dann festzustellen "oh, filmen in 4K geht ja, ist aber extrem unpraktisch, gut dann kaufe ich mir doch für tausende Euros eine EOS Cxxx Camera…" ? Nein, er wird eher bei den Mitbewerben auf die Suche gehen und dort auch fündig werden… 
  • Kein automatisches laden eines Movie Setups beim umschalten in den Movie Mode
    Wo wir gerade beim filmen sind – warum um alles in der Welt wurde diese simple aber extrem hilfreiche Funktion nicht implementiert ? Ich lege den Schalter auf Movie um, und die Kamera lädt automatisch ein voreingestelltes Setup für das Filmen. Es wäre so einfach den Nutzern der Kamera das Leben ein wenig einfacher zu gestalten…
  • Kein 4K Raw out
    Schon oft bemängelt und eigentlich auch ein Witz, einen 4K Raw Ausgang haben mittlerweile Kameras für einen Bruchteil des EOS 1DX MK II Preises. Das Argument andere Produktlinien schützen zu wollen funktioniert wie oben bereits genannt wohl kaum. Die Kosten für Speicher sind gerade beim Filmen nicht unerheblich, eine 512GB CFast Karte kostet derzeit etwa 800! € eine 512GB SSD Festplatte hingegen gerade mal 320€.
  • Nicht möglich die per Schalter an den Supertele-Objektiven möglichen Einstellungen an der Kamera einzustellen
    Ich frage mich schon seit Jahren wer eigentlich im Feld an den Schaltern der Superteles rumfummelt ? Das ist nicht nur unpraktisch sondern verjagt u.U. auch das Motiv. Also falls da draussen jemand ist bitte melden ! 😉 Die Schalter sind für mich ein Relikt aus den 70ern und längst komplett überflüssig. Alle dort möglichen Einstellungen könnte man ohne Problem auch am Body per Menüeinstellung vornehmen. Positiver Nebeneffekt: Nichts ist in der Entwicklung so teuer und anfällig wie Mechanik, hier ließen sich gewaltige Kosten einsparen…
  • Joystick weckt die Kamera nicht mehr auf
    An früheren Modellen praktischerweise möglich, an der 1DX MK II nun einfach weggelassen, der Joystick weckt die Kamera nicht mehr auf  ! Und irgendwie kann man auch die Autofokuspunkte nicht mehr dort auswählen (letzteres kann ich nicht glauben, da muss ich mich nochmal mit dem Handbuch auseinandersetzen ) – WARUM ???
  • Touchscreen nur eingeschränkt nutzbar
    Ein Touchscreen ist u.U. etwas sehr praktisches und vor allem etwas lautloses, dummerweise sind die wenigsten Funktionen der Kamera per Touchscreen einstellbar. Diese Funktion wurde so beschnitten, dass man sie auch gleich hätte weglassen können.

 

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