Tag : wildlife

Costa Rica

Ein unter Naturfotografen beliebtes Reiseziel ist Costa Rica, die einzigartige Natur bietet viele Motive und so bin auch ich zum ersten Mal dorthin aufgebrochen. Mit dem Mietwagen bin ich in den Südwesten in die Provinz Puntarenas gefahren, primär mit dem Ziel den Dschungel rund um den Corcovado Nationalpark zu erkunden. Den Park selbst habe ich bewusst ausgelassen, denn er ist ein Touristenattraktion also meist gut besucht was mir neben der Tatsache das man den Park nicht alleine ohne Guide erkunden darf nicht gefällt. Da die Zeit wie immer knapp war, habe ich mich auf zwei Bereiche im Osten und im Westen der Osa-Halbinsel beschränkt.

Schon die Anreise mit dem Auto war ein kleines Abenteuer. Kommt man auf den beiden Highways Pacifica und Interamericana noch recht gut voran, so ändert sich das schlagartig wenn man diese in Richtung des Corcovado verlässt. Dort sind dann teilweise sehr lange Strecken nur im ersten und zweiten Gang zu bewältigen, denn oft ist ein Schlagloch neben dem anderen und es gilt viel Zeit einzuplanen. Ich habe für 380 Kilometer rund 7 Stunden gebraucht und es war teilweise sehr spannend! Ich musste hier und da Flüsse mit dem Auto durchqueren ohne wirklich zu wissen wie tief diese sind und was der Mietwagen so abkann. Allradantrieb ist dort übrigens unabdingbar. Man sollte sich vor der Reise unbedingt Karten für die offline Navigation herunterladen, denn die Mobilfunknetze sind im Bereich um den Corcovado sehr schlecht bis gar nicht ausgebaut. Wer ohne Spanischkenntnisse unterwegs ist sollte auch einen offline Translator dabeihaben, auf den abgelegenen Farmen wir oft nur spanisch gesprochen. Das kann zu wirklich lustiger Konversation führen…

Es war eine sehr anstrengende Tour denn die Hitze, die hohe Luftfeuchte das recht bergische Gebiet machen das Wandern mit schwerer Ausrüstung mitunter zu einer Tortour. Aber es hat sich gelohnt ! Man wird mit einer atemberaubenden Flora, Fauna und Geräuschkulisse mehr als belohnt. Für Vogelfreunde ist Costa Rica mit seinen mehr als 800 Vogelarten sicher eine der ersten Adressen ( es werden übrigens immer noch neue Arten entdeckt ! ). Vögel sind recht leicht, Säugetiere dafür um so schwieriger zu fotografieren. Die meisten sind nachtaktiv und man bekommt sich tagsüber kaum zu Gesicht. Der sehr dichte Dschungel macht es zudem schwierig überhaupt brauchbare Fotos zu bekommen, meist sind Blätter und Äste im Weg und oft ist kaum genug Licht vorhanden. 

Wahnsinnig interessant sind die allgegenwärtigen Blattschneiderameisen, es ist unglaublich was die kleinen Kerle leisten. Nicht nur das sie ein vielfaches ihres Körpergewichts transportieren, sie tun dies auch noch über gewaltige Strecken.

Das Mekong Delta

Das Mekong Delta in Vietnam bietet besonders in der Regenzeit eine atemberaubende Kulisse. In diesem Oktober hat es erstaunlich wenig geregnet, möglicherweise steht dies auch in Zusammenhang mit dem Klimawandel. Die Regenschauer sind meist kurz und heftig und die Temperaturen gewohnt hoch. In den letzten Jahren hat man verschiedene Dämme zum Schutz der Menschen und der Felder angelegt, die das Leben der Menschen dort erleichtern sollen. Man kann die Region in etwa 6 Stunden Fahrt mit einem Bus von Ho Chi Minh City erreichen, die Busse sind übrigens super bequem mit Liegesitzen und natürlich mit kostenlosem Wifi ausgestattet. 

Es ist immer ein kleines Schauspiel wenn eine Regenfront heranzieht, das passiert oft sehr schnell und sieht mehr oder weniger bedrohlich aus. Die Schauer sind aber meist nach wenigen Minuten vorbei und man kann die durch den Regen entstehende leichte Abkühlung genießen. 

Der Tra Su Cajuput forest ist in der Regenzeit teilweise überflutet und ein Paradies für Wasservögel, ein Besuch lohnt sich in jedem Fall. Hier gibt es übrigens auch echten Mekong Delta Honig, denn Imker haben Bienenkästen auf kleinen Dämmen im Wald aufgestellt.

© DTTT

Echte Handwerkskunst kann man bestaunen, wenn man eine der Khmer Familien die im grenznahen Gebiet zu Kambodscha leben und zu den Minderheiten zählen besucht. Handgefärbte Seide wird dort von Hand zu kunstvollen Tüchern gewebt. Wenn man sich die harte Arbeit anschaut, dann kann man die recht hohen Preise für die Arbeiten verstehen. Das unten gezeigt Tuch sollte umgerechnet etwa 70 Euro kosten, das ist eigentlich viel zu günstig… 

Der Saft und das Fruchtfleisch welches aus der Nuss der Palmyrapalmen (Borassus flabellifer) gewonnen wird bietet eine willkommene Abkühlung. Einige Khmer sagen übrigens, das Land auf denen diese Palmen stehen zu Kambodscha gehört. 

Die Fischer in der Region nutzen die Regenzeit um kleine und sehr schmackhafte Fische zu fangen. Das Gebiet ist nicht dauerhaft überflutet, so das ihnen nur kurze zeit bleibt um ein wenig Geld zu verdienen. Kaum gefangen landen die Fische auch schon auf dem Teller – Einfach lecker !!

Die Pflanzen- und Tierwelt ist wirklich atemberaubend, man kann kaum eine längere Strecke wandern ohne ständig inne zu halten um die zahlreichen Pflanzen und Insekten zu bestaunen. Mit ein wenig Glück darf man sogar die ein oder andere Schlange beobachten. Wenn man kein Hintergrundwissen über Schlangen besitzt, sollte man allerdings gebührenden Abstand halten denn es gibt durchaus giftige Arten im Delta.

Vietnam – Cát Tiên – Eisvögel und Schmetterlinge wo man hinschaut

Der Cát Tiên Nationalpark ist ein Paradies für alle Insekten und Vogelfreunde. Etwa fünfzig Prozent des Parks sind von immergrünem Wald bedeckt. Der Park ist leider wie alle anderen auch von Wilderei und illegalem Holzschlag bedroht.

(mehr …)

Auge in Auge mit dem König des Himalaja

Es war ein großartiges Erlebnis. Nach vielen Jahren und unzähligen Versuchen ist es mir erstmals gelungen, einen wilden Schneeleoparden aus nächster Nähe zu fotografieren. Es war die längste und anstrengendste Reise die ich bisher unternommen habe, um die seltene und scheue Katze zu fotografieren.

(mehr …)

Die Rückkehr zum König des Himalaja

Nun ist es endlich soweit, nach mehrmonatiger Planung werde ich für viele Monate in den Himalaja zurückkehren, um erneut zu versuchen die seltenen und scheuen Schneeleoparden zu finden. Ich habe verschiedene Routen in Höhenlagen zwischen 4300m und 5500m vorgeplant und werde eine Fläche von etwa 1000 km² erkunden.

(mehr …)

Eine Audience beim König des Himalaja

Nach gut sechsmonatiger Vorbereitung habe ich für mehrere Monate den Himalaja bereist um Schneeleoparden zu fotografieren. Ich war bewusst alleine und ohne Helfer unterwegs, denn jedes zusätzliche Geräusch oder auch zusätzlicher Geruch, wird von den Katzen wahrgenommen und verschlechtert die Chancen auf eine Begegnung. Im Gegensatz zum Sommer ist die Landschaft im Winter sehr karg, aber nicht minder schön – kalt war es natürlich auch, aber das ist letztendlich nur eine Frage der richtigen Ausrüstung. Es ist immer wieder erstaunlich, unter welchen Bedingungen Tiere überleben können.

Der Himalaja
[@4300m -15°] Karg und doch atemberaubend schön – der Himalaja
(mehr …)

All images © by Jörg Manderbach Düsseldorf - Germany